Die Herbstzeitlose (Colchicum autumnale) gehört zu der Pflanzenfamilie der Zeitlosengewächse (Colchicaceae).
Sie ist in vielen Teilen Süd- und Mitteleuropas anzutreffen, wo sie besonders gern auf feuchten Wiesen wächst.
Man findet sie auch am Waldrand.
Aktuell sind die wunderschönen Herbstzeitlosen-Grüppchen (die Herbstzeitlose wächst nämlich gerne neben anderen Herbstzeitlosen) an vielerlei Stellen zu entdecken.
Die Blätter und Samen der Herbstzeitlose sind im Frühjahr zu sehen, die Blüten erscheinen im Spätsommer beziehungsweise im Herbst. Die Blütezeit ist von August bis Oktober.
Auf den ersten Blick sehen sich die blühende Herbstzeitlose und der blühende Krokus sehr ähnlich – jedoch blühen sie nicht zur selben Zeit.
So wunderschön und so toxisch ist sie, die Herbstzeitlose (alle Pflanzenteile sind stark giftig, sowohl die Blätter, Knollen, Blüten und Samen).
Deshalb sollte man auf die kulinarische Verwendung unbedingt verzichten – im schlimmsten Fall bezahlt man es nämlich mit dem Tod.
Eine Vergiftung führt zu Übelkeit und Erbrechen, bis hin zur Atemlähmung – was nicht unbedingt angenehm klingt.
Colchicin heißt das Alkaloid, das für die Toxizität verantwortlich ist.
Je reifer die Samen, desto höher ist der Colchicin-Gehalt.
ACHTUNG!
Besonders vorsichtig sollte man beim Bärlauch sammeln sein, denn auf den ersten Blick sehen sich die Blätter dieser beiden Pflanzen doch sehr ähnlich!
Nicht nur für den Mensch ist die Herbstzeitlose sehr giftig, auch für manche Tiere kann der Verzehr tödlich enden – beispielsweise für Pferde.
Daher sollte man das Heu sehr genau kontrollieren und die Samenstände entfernen, wenn man welche entdeckt.
Auch die getrockneten Blätter der Herbstzeitlose sind giftig.
Eine Vergiftung kann bei Pferden zu schlimmen Koliken, Krämpfen und Kreislaufstörungen führen!