Die Alraune

 

Die Herbstalraune (Mandragora autumnalis) gehört wie die Gemeine Alraune (Mandragora officinarum) zu der Pflanzenfamilie der Nachtschattengewächse (Solanacea).

 

Bekannt wurde die Alraune vor allem durch die Harry Potter-Filme.

Ihr Schrei soll verrückt machen, sagt man. Deshalb haben Harry Potter und seine Schulkolleg*innen in Hogwarts wohl Ohrenschutz getragen, als sie die kleinen Alraunen aus der Erde gezogen haben.

 

Die Alraune ist toxisch. Sie ist aber auch eine mächtige Zauberpflanze.

Sie kann einem Menschen jeden Wunsch erfüllen, hat man früher zumindest gedacht.

 

Die Gemeine Alraune wächst bei uns gar nicht, deshalb hat man früher aus den Wurzeln von anderen Pflanzen, zum Beispiel Enzian, Fälschungen verkauft.

 

Ich habe vor einigen Jahren versucht, eine Herbstalraune in meinen Hexengarten zu pflanzen.

Als ich sie umgetopft habe, war ich im ersten Moment ein bisschen nervös – da schaute mich doch tatsächlich ein Wurzelmännchen böse an (ich schwöre!).

 

Die Blätter hatten sich gut entwickelt, sie hatte auch den Winter überstanden, fiel dann aber leider gefräßigen Tieren zum Opfer.

Deshalb habe ich mir dann eine Alraune aus Plüsch gekauft – eine Kräuterhexe braucht schließlich eine Alraune Zuhause.

 

Im Herbst bekommt die Herbstalraune gelb-braune Früchte. Diese sollen angeblich sehr widerlich riechen.

Schon seltsam: Fast alle Giftpflanzen sehen wunderschön aus, stinken aber. Vielleicht als Warnung?