Der Natternkopf

 

Der Gewöhnliche Natternkopf (Echium vulgare) gehört zu der Pflanzenfamilie der Raublattgewächse (Boraginaceae).

Er wird unter anderem auch Blauer Heinrich oder Himmelbrand genannt.

Man findet ihn auf Trockenrasen, Schotterflächen und Wegrändern.

 

Sein deutscher und botanischer Name verweist auf die Natter: Der aus der Blütenröhre herausragende, am Ende zweispaltige Griffel erinnert nämlich an die züngelnde Zunge einer Natter.

Zudem sieht die rote Punktierung an der Stängelbasis aus wie die Schuppenhaut einer Schlange.

 

Der botanische Gattungsname Echium leitet sich vom altgriechischen Wort „echis“ ab, was „Viper“ bedeutet.

In der Signaturenlehre glaubte man daher, dass der Natternkopf ein wirksames Heilmittel gegen Schlangenbisse sei.

 

Der Natternkopf ist eine beliebte Pflanze: Viele (Wild)bienen, Schmetterlinge und auch das bezaubernde Taubenschwänzchen besuchen ihn gerne.

Er kommuniziert mit seinen zahlreichen Bestäubern: Die Blütenknospen und jungen Blüten sind zuerst rosa bis rötlich gefärbt – ein visuelles Zeichen, dass Nektar und Pollen verfügbar sind.

Nach der Bestäubung färben sich die Blüten leuchtend blau – es ist für die Bestäuber nichts mehr zu holen.

 

Für uns Menschen ist der Natternkopf übrigens schwach giftig (er enthält unter anderem nämlich auch Alkaloide, die unsere Leber schädigen können).

 

 

Ich hatte in meinem Hexengarten immer viele Natternköpfe für die fleißigen Bienchen und Wildbienchen ausgesät. Jeden Tag habe ich mich darüber gefreut, wie viele Insekten zu Besuch kamen.

Jetzt freue ich mich, wenn ich ihn unterwegs entdecke.

 

 

 

Literaturquelle: pflanzenvielfalt.net