Der Echte Wurmfarn (Dryopteris filix-mas) gehört zu der Pflanzenfamilie der Wurmfarngewächse (Dryopteridaceae).
Er wird auch Bandwurmwurzel, Hexenkraut, Teufelskraut, Waldfarn oder Wanzenkraut genannt und zählt zu den ersten Pflanzen der Welt (es gibt ihn seit mehr als 300 Millionen Jahren!).
Ich begegne ihm immer wieder bei Spaziergängen im Wald, ein Exemplar hat sich aber auch in meinem ehemaligen Hexengarten sehr wohl gefühlt.
Der Wurmfarn hat seinen Namen von seiner früheren Anwendung bei (Band)Wurmbefall.
Er ist zudem eine magische Zauberpflanze und soll den Teufel fernhalten oder von dämonischer Besessenheit befreien – er war daher Bestandteil so manchen Schutzzaubers. Das ist eine Erklärung für seinen Beinamen Hexenkraut oder Teufelskraut.
Der Wurmfarn ist zwar eine alte Heilpflanze, enthält aber auch toxische Wirkstoffe (das besonders in der Wurzel enthaltene Filicin zum Beispiel).
Bei Überdosierung kann es zu Vergiftungserscheinungen wie Nesselausschlag, Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen und Magenkrämpfen kommen – manchmal auch zu Sehstörungen (bis zu Erblindung!) und im schlimmsten Fall zu Atemlähmung (was tödlich enden kann).
Dennoch wird der Wurmfarn immer noch zu medizinischen Zwecken verwendet, er ist Bestandteil so mancher Fußsalben oder Tees (Blätter).
Übrigens:
Falls ihr schon mal einen Wurmfarn raschen gehört habt, dann liegt das an der Reifung der Sporen – sie reifen in kleinen, punktförmigen Kapseln heran. Nur an trockenen Tagen reißen die Sporenkapseln auf.
Die Sporen befinden sich übrigens an der Unterseite.
Sobald es warm und feucht ist, entrollt der Wurmfarn seine Farnwedel.